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Blender – 3D Rendering für Anfänger

Neuerdings habe ich das Fach KIP in der Schule. Hier lernt man verschiedene Anwendungsprogramme und wie man mit ihnen umzugehen hat. Nachdem also das Fach meiner Gruppe zugeteilt wurden war, wurde ich neugierig. Und so kommt es zu diesem (für Anfänger gedachteten) Blender Tutorial.

Zuerst einmal: Was ist Blender? Blender ist eine Software, die es möglich macht 3D Umgebungen zu simulieren. Das ist eigentlich auch erst einmal alles was Blender kann. Aber man kann so viele genaue Einstellungen machen, das Blender ein durchaus mächtiges Stück Code ist.
Achtung: Wer Blender noch nicht installiert hat, sollte das dringend tun: Unter Windows gibt es einen Installer, und unter Ubuntu Linux muss man einfach auf die Kommandozeile gehen und sudo apt-get update && sudo apt-get install blender eingeben.

Soviel zur Theorie – nun zur Praxis. Um das Programm kennenzulernen, werde ich hier beschreiben, wie man ein 3D-”L” modelliert und ein kleines Filmchen davon dreht. Das ist zwar Einfallslos und bestimmt nichts für Profis, aber es zeigt die Hauptfunktionen dieses tollen Programms.

In der 3D Ansicht Blenders werden direkt nach dem Start 3 Objekte angezeigt. Ein Würfel, eine Kamera und eine Lampe. Wir werden nun die Form des Würfels so abändern, dass ein L daraus wird. Dazu muss ersteinmal der Object-Mode durch einmaliges Drücken der Taste Tab verlassen werden. Nun sollte die untere Toolbox ungefähr so aussehen:

In dem Bild wurde der Knopf Subdivide rot umkreist – dieser Knopf sollte nun einmal gedrückt werden. Gemerkt, was sich verändert hat: Die Struktur des Würfels wurde in 4 kleinere Würfel unterteilt. Nun wollen wir aber wirklich beginnen, ein “L” zu erstellen.

Dazu sollte nun ersteinmal a gedrückt werden – dies wählt alle Knotenpunkte ab. Nun kann man mit b eigene Knotenpunkte auswählen. Wir wählen die oberen 3 Aus – das sieht dann so aus:

Mit der Taste e können die Knotenpunkte erweitert werden, bzw. es entstehen neue in der gewollten Richtung. In dem Menü das nach dem Betätigen der Taste auftritt sollte Region gewählt werden. Daraufhin wird der neu Block mit der Maustaste 4 Kästchen nach oben gezogen.

l nach dem 1. Edit

Nun brauchen wir nur noch den unteren Strich des “L”s – dazu müssen zuerst wieder alle Knotenpunkte per a abgewählt werden und dann die Knotenpunkte unten Rechts wieder per b angewählt. Nach dem diese zwei Kästchen nach rechts gezogen wurden sollte das ganze so aussehen:

Nun kann man auch mal sehen wie das ganze in 3D aussieht: Mit der mittleren Maustaste gedrückt kann man sich im 3D Raum bewegen. An Anfangsposition kommt man mit einem einfachen Numpad-7 drücken (Numpad steht nur für die Position der Zahl: Sie muss im rechten Zahlenblock liegen).

Mit F12 lässt sich der erste echte Snapshot erstellen (Speichern mit F3). Er sieht ungefähr so aus:

Das sieht ja noch nicht besonders toll aus. Um das ganze besser wirken zu lassen sollten wir vor allen Dingen folgendes tun: Das “L” soll von einer anderen Position gezeugt werden und es sollte ein Farbe sein. Als Farbe nehmen wir Gelb, weil sich das gut vom Blender – Standardhintergrund (blau) abhebt.

Um weiterzumachen muss zuerst per Tab wieder in den Object Mode gewechselt werden.

Damit die Kamera immer auf das L zeigt muss folgendes geschehen: Erst wir die Kamera mit einem rechten Mausklick angewählt. Dann wird mit Shift-Rechtsklick auch das L angewählt. Daraufhin kann mit Strg+T und dem Menüpunkt Track to Constraint die Kamera “befestigt” werden.

Jetzt muss mit a wieder alles abgewählt werden, woraufhin man per Numpad-1 in einen anderen Sichtpunkt wechseln kann. Hier wählt man die Kamera per Rechtsklick aus, und kann sie mit g bewegen – mit einem Linksklick stoppt man das bewegen und die Kamera bleibt an der Gegenwärtigen Position. Mit F12 kann man dann erkennen, wie die gegenwärtige Perspektive der Kamera ist.

Nun fehlt noch die Farbe. Dazu muss wieder alles per a abgewählt werden und das L mit einem Rechtsklick angewählt werden. Nun kann man per F5 in das Farbmenü wechseln.

Mit den RGB Reglern kann man die Farbe seiner Wahl einstellen.

Ein schnelles F12 und man weiß auch, wie das gerenderte Bild aussieht!

Jetzt fehlt nur noch eins: Animation. Um ein Bild in Blender zu animieren, gibt es mehrere Methoden – wir werden heute die Einfachste, das sogenannte Keyframing verwenden.

Dazu wählen wir die Kamera aus, und drücken i. Aus dem Menü wählen wir Loc (steht für Location also Position – denn wir wollen die Position der Kamera animieren). Nun muss die rechte Pfeiltaste gedrückt werden, bis Keyframe 25 als Zahl dasteht.

Jetzt muss man wieder (Achtung: Kamera immernoch ausgewählt!) i drücken und Loc auswählen. Daraufhin kann man die Kamera bewegen. Die 25 bedeutet der 25 Frame – alle Bilder zwischen diesem und dem ersten berechnet der Computer, basierend auf der neuen Position der Kamera.

Nun müssen wir nur noch den Film erstellen. Dazu wechselt man per F10 ins Render Menü und stellt alles so ein wie in diesem Bild.

Nun nur noch ein Klick auf Anim, bis der Computer aufgehört hat zu rechnen und per Play kann man sich seine Animation ansehen (und per F3 speichern).

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— August 30, 2007


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