Lionstarrs Linux Blog

Ein Blog über Linux und die Welt

Blender – Technischer Hintergrund

Dies sollte eigentlich ein Aufsatz für KIP werden – aber ich denke, dass er auch ganz gut zu meiner Website passt. Deswegen hier eine Beschreibung der Technischen Hintergründe bei Blender. Mein Blender Tutorial findet ihr hier.

Während man in Blender oder einem anderen 3D – Programm Objekte modelliert, passiert eine Menge hinter den Kulissen. Die bevorzugte Methode zur Beschreibung eines Objekts in Blender sind Polygone (Vielecke). Allerdings können auch Bezier-Kurven oder NURBS ( mathematisch definierte Kruven oder Flächen, die von Kontrollpunkten gesteuert werden) benutzt werden.

Wenn man also am PC ein Objekt modelliert, wählt man (in den meisten Fällen) nur Knotepunkte eines Vielecks aus, verschiebt deren Positionen oder fügt neue hinzu – so entstehen Häuser, Bäume und sogar animierte Menschen.

Um diese Figuren weicher und “runder” darzustellen kann man z.B. den Subsurf-Modiefier benutzen, der anhand mathematischer Berechnungen (ähnlich denen, die für NURBS gebraucht werden) eine glatte, runde Kante oder Fläche erzeugt. Die Polygone können in Blender rotiert und skaliert werden, es können mehr Kanten und Eckpunkte hinzugefuegt werden.

Je mehr Polygone, desto detailgenauer ist ein Objekt. Aber hier kommt nun auch die Grafikkarte bzw. der Prozessor ins Spiel: Der Computer muss die X, Y und Z – Koordinaten ( die intern in einer riesigen Tabelle gespeichert sind) abrufen, sie auf X und Y Koordinaten übersetzen ( ein Bildschirm ist nunmal 2-Dimensional) und dann noch darstellen, bzw. den einzelnen Pixeln eine Farbe zuweisen. Kling wie eine Menge Arbeit – und das muss der Computer in einem Spiel z.B. jede Sekunde und öfter durchführen. Um sich eine Vorstellung der Zahlen machen zu können: Die Playstaion 2 schafft etwa 70 Millionen Polygone in der Sekunde – würde ein Spiel aber nur jede Sekunde die Anzeige wechseln, dann wäre das sehr langsam – ab 18 Bilder pro Sekunde erkennt der Mensch eine Bewegung und nicht nur Einzelbilder, Filme haben sogar 25 sogenannte Frames per Second.

In:
— September 7, 2007


Kommentare

(verstecken)
      RSS
Leider gibt es bis jetzt keine Kommentare!

Gib deine Meinung ab!


(notwendig)






Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: