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TextMate – der Editor der Wahl

TextMate – der Editor der Wahl

Heute möchte ich ein wenig über meinen Lieblings-Editor für eigentlich alle Programmiersprachen reden – TextMate.

TextMate ist ein sehr flexibler TextEditor, der von sich selbst behauptet, die Vorteile der Unix-Welt mit der von Mac Programmen gewöhnten einfachen Oberfläche zu verbinden. Das Programm kostet momentan 48,75€, es ist aber auch eine 30 Tage Testversion vorhanden, mit der man schoneinmal das Feeling für das Programm bekommen kann. Neben Features wie Syntax-Highlighting, einer Clipboard-History und Wortvervollständigung verfügt dieser Editor auch über die Möglichkeit, sogenannte Commands und Snippets zu erstellen.

Commands sind Befehle, die entweder per Auswahl aus einem Menü, oder – öfter – durch das Drücken einer Tastenkombination ausgeführt werden. So kann man z.B. wenn man gerade PHP-Code schreibt und die Parameter einer Funktion vergessen hat, einfach ⌥+F1 drücken, und schon erscheint ein kleiner Tooltip mit der Definition.

Snippets sind Textbausteine, die automatisch eingefügt werden, wenn man eine bestimmte Zeichenfolge gefolgt von ⇥ eingibt. So kann man z.B. jederzeit fun⇥ eintippen, und TextMate fügt eine Deklaration einer Funktion ein. Aber das ist noch nciht genug: Man kann inerhalb dieses eingefügten Snippets mit ⇥ zwischen wichtigen Eingabestellen wechseln, z.B. bringt einen das erste ⇥ von dem Funktionsnamen zur Eingabe der Parameter.

Diese Snippets und Commands lassen sich jetzt in einem Bundle zusammenfassen, was man im Internet herunterladen kann. Die wichtigsten Bundles wie z.B. die Bundles für Perl, PHP oder HTML sind in TextMate schon mitgeliefert und sorgen gleich dafür, dass man ohne diesen Editor nicht mehr kann. Denn TextMate macht faul, wahnsinnig faul.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Ich will eine Liste von Dingen aus einer Datei kopieren, und sie als HTML Liste einfügen. Statt nun vor jeden Eintrag der Liste ein <li> zu setzen (und natürlich fehlt dann noch der schliessende Tag), wähle ich einfach alle Zeilen aus und drücke ⌃⌥⌘W. Automatisch werden alle Zeilen in der Auswahl jeweils in dem enstprechenden Tag eingebettet. Wer jetzt denkt, das wäre eine hübsche Spielerei, aber eigentlich unnötig, der sollte mal versuchen, eine längere Liste mit Hand zu bearbeiten. Das macht in TextMate einfach viel mehr Spaß…

Die Bundles in TextMate gehen oft sogar weiter, als man je an Vereinfachung denken würde: So fügt der Hyperlink-Helper nicht nur auf Tastendruck einen Link zur Seite mit der URL im Clipboard ein, nein, er ruft auch automatisch diese Seite ab, um ihren Titel abzufragen und diesen in das Title-Attribut des neuen Links zu setzen. Außerdem lassen sich einzelne Wörter per Auswahl und Tastendruck automatisch in Google nachschlagen und mit dem ersten Treffer verlinken.

Eine Warnung muss ich trotzdem an alle Vergesslichen unter meinen Lesern aussprechen: Ihr müsst euch darauf einstellen, Tastenkombinationen zu lernen. Ohne diese lässt sich TextMate zwar auch bedienen, es ist aber deutlich praktischer, wenn man einfach zwei Tasten drückt, statt sich durch die Menüs zu hangeln. Wer sich bis hierhin gehalten hat und immernoch mehr über den Editor wissen will, dem empfehle ich die Screencasts, die auf der Webseite von TextMate bereitgestellt werden.

In: No tag for this post. — January 24, 2009


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